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Simone Lugner: Vom Baumarkt zur Bühne – das Leben von Mörtels letzter Ehefrau
Simone Lugner, geborene Reiländer, ist die Witwe des legendären Wiener Baulöwen Richard „Mörtel“ Lugner, der am 12. August 2024 im Alter von 91 Jahren verstarb. Die heute 44-Jährige stammt aus dem niederösterreichischen Weinviertel und war jahrelang eine bodenständige Einzelhandelsfachfrau, bevor sie durch ihre Beziehung mit Richard Lugner zur festen Größe der österreichischen Society wurde. Seit dem Tod ihres Mannes steht sie gleich auf mehreren Bühnen – als Unternehmerin, TV-Persönlichkeit und als Frau, die ihren eigenen Weg sucht.
Wie Simone Lugner „Bienchen“ wurde
Kennengelernt hatten sich Richard und Simone über eine Anzeige in einer österreichischen Tageszeitung. Simone erzählte damals offen: „Ich fand ihn schon immer gut, er ist aber zu der Zeit immer mit irgendwelchen verrückten Frauen unterwegs gewesen. Da dachte ich mir: Er braucht wieder eine Gescheite!“ Eine direkte Frau, die weiß, was sie will – das zeigte sich schon beim ersten Eindruck.
Im Sommer 2021 machte Richard Lugner öffentlich, was sich leise angebahnt hatte: Der damals 89-Jährige hatte sich erneut verlobt – mit Simone Reiländer aus dem Weinviertel. Der Baulöwe, bekannt für seine tierischen Kosenamen für Partnerinnen, taufte die Blondine liebevoll „Bienchen“ – weil sie, wie er schwärmte, sehr fleißig sei.
Die Beziehung verlief allerdings nicht geradlinig. Nach einer On-Off-Phase fanden sie im Frühjahr 2024 wieder zueinander – Simone zog in die Lugner-Villa in Wien-Döbling ein, wo sie sich vor allem dem Garten mit Hingabe widmete. Am 1. Juni 2024 läuteten schließlich die Hochzeitsglocken: Unter großem Medieninteresse gaben sich Richard und Simone im Wiener Rathaus das Jawort.
Vor dem Rampenlicht: Elf Jahre Hornbach, Krems
Was viele vergessen: Bevor Simone Lugner zur Figur der Wiener Societyseiten wurde, hatte sie eine solide berufliche Laufbahn aufgebaut. Die Weinviertlerin war zuvor elf Jahre bei Hornbach tätig und dort in Krems zur stellvertretenden Filialleiterin aufgestiegen. Dort galt sie als verlässlich und bodenständig.
Das Angebot ihres Mannes, die Lugner City mitzuführen, nahm sie an – auch wenn es bedeutete, eine sichere Karriere hinter sich zu lassen. Richard Lugner erklärte kurz vor seinem Tod: „Sie soll mich tatkräftig unterstützen. Wir werden uns ab jetzt meine Arbeit teilen. Irgendwann, wenn es mich nicht mehr geben sollte, wird sie alleinige Chefin sein.“ Flitterwochen gab es keine – Simone musste kurz nach der Trauung bereits wieder arbeiten.
Der Schicksalsschlag: Witwenschaft mit 42 Jahren
Nur zehneinhalb Wochen nach der Hochzeit starb Richard Lugner. Was als schönster Lebensabschnitt beginnen sollte, wurde zum härtesten Jahr ihres Lebens. Es hätte wohl das schönste Jahr ihres Lebens werden sollen und entpuppte sich schnell als Alptraum.
Kurz nach der Beerdigung folgten weitere Schläge: Wenige Tage nach der Beerdigung von Richard Lugner am 31. August flatterte die Kündigung bei ihr herein. Sofort musste sie ihre Sachen packen und das Unternehmen verlassen. Die offizielle Begründung lautete auf „Neuausrichtung des Unternehmens“ – Simone selbst sprach von einem „Schock“ und „mangelndem Vertrauen“.
Sie schrieb zum Jahresende: „Goodbye 2024… Danke für deine Erinnerung“ – dieses Jahr sei eines der besten und schlimmsten zugleich gewesen. Ein Satz, der alles sagt.
Der Erbstreit und der Kampf um die Villa
Nach dem Tod ihres Mannes entbrannte ein komplizierter Rechtsstreit. Das Testament wurde im Oktober 2024 eröffnet, jedoch gibt es noch viele offene Fragen zur Verteilung. Sowohl Witwe Simone als auch Tochter Jacqueline haben das Erbe nur bedingt angenommen – ein in Österreich üblicher Schritt, wenn der Nachlass kompliziert ist oder Firmenbeteiligungen in Stiftungen liegen.
Im Mittelpunkt steht die Mörtel-Villa in Wien-Döbling. Berichten zufolge soll ein handschriftliches Testament Simone ein Wohnrecht in der Villa zusichern – doch die Lugner Privatstiftung stellte diesen Anspruch in Frage und forderte Simone im Frühjahr 2025 auf, die Villa zu verlassen. Sie beruft sich auf den Ehevertrag und auf eine schriftliche Zusage ihres verstorbenen Mannes.
Insider sprechen von einem tiefen Bruch zwischen Simone und Jacqueline Lugner, der seit der Kündigung besteht. Rechtlich, familiär und öffentlich – die Auseinandersetzung läuft auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Simone Lugner und das Fernsehen: Dancing Stars bis zur eigenen Serie
Trotz aller Widrigkeiten ließ sich „Bienchen“ nicht aus der Bahn werfen. Für 2025 kündigte sie ihre Teilnahme am ORF-Format „Dancing Stars“ an. Von Februar bis Mai 2025 tanzte sie sich mit Disziplin und der Unterstützung des Publikums bis ins große Finale. Das Finale wurde hart umkämpft – am Ende sicherte sich Schauspieler Aaron Karl den Titel, während Simone Lugner als Finalistin auf Rang drei landete.
Beim Wiener Opernball 2025 übernahm sie eine neue Rolle: Sie führte Live-Interviews für Puls4 mit prominenten Gästen durch. Zusätzlich moderiert sie ein Business-Talk-Format im Radio und ist in einem mehrteiligen TV-Projekt zu sehen, das authentische Einblicke in ihr Privatleben, ihre Fitnessroutinen, Tierschutzprojekte und rechtliche Angelegenheiten gibt.
Honig, Hunde und Social Media: Simones eigene Projekte
Neben TV und Moderation hat Simone Lugner ihr eigenes kleines Unternehmen aufgebaut. Auf ihrer offiziellen Website und ihrem Instagram-Kanal präsentiert sie regelmäßig Honigpräsentationen – ein Herzensprojekt, das gut zu ihrem Spitznamen passt. Tierschutz spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in ihrem Alltag.
2026 sorgte die 44-Jährige auf Social Media für Aufsehen mit einem überraschenden Umstyling: Ihr neues Erdbeerblond kommentierte sie selbst kurz und knapp mit den Worten „Neue Haarfarbe: Erdbeerblond.“ Klein, aber charakteristisch – Simone Lugner gestaltet ihre Öffentlichkeit mittlerweile selbstbewusst und auf eigene Faust.
Was Simone Lugner antreibt
„Es war keine Liebe auf den ersten Blick, sie ist langsam entstanden. Nach jedem Treffen habe ich ein warmes Gefühl gespürt und hatte ein Lächeln im Gesicht. Richard tat mir einfach gut“, sagte sie einmal über die Anfänge ihrer Beziehung. Diese Offenheit zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Auftreten.
Was auffällt: Simone Lugner spielt nicht die Rolle der leidenden Witwe. Sie hat eine eigene Website, gibt Interviews, moderiert Sendungen, tanzt auf nationalen TV-Bühnen bis ins Finale und kämpft juristisch für ihre Rechte. Der Weg von Krems nach Wien-Döbling war lang – der Weg von dort in eine eigenständige Karriere läuft gerade erst an.
„Der Altersunterschied stört nur die anderen“, hat sie immer wieder betont. Heute lässt sich sagen: Was die anderen stört, hat sie längst hinter sich gelassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wer ist Simone Lugner?
Simone Lugner, geborene Reiländer, ist die Witwe des österreichischen Baulöwen Richard „Mörtel“ Lugner. Die 44-Jährige aus dem Weinviertel heiratete ihn am 1. Juni 2024 und wurde nach seinem Tod am 12. August 2024 zur sechsten und letzten Frau Lugner. Heute ist sie als Moderatorin, TV-Persönlichkeit und Unternehmerin tätig.
Wie hat Simone Lugner Richard Lugner kennengelernt?
Die beiden lernten sich über eine Zeitungsanzeige kennen. Richard Lugner suchte öffentlich nach einer Begleiterin und Simone Reiländer, die damals als stellvertretende Filialleiterin bei Hornbach in Krems arbeitete, meldete sich. Im Juli 2021 machte der Baumeister die Beziehung öffentlich und taufte sie liebevoll „Bienchen“.
Was macht Simone Lugner heute beruflich?
Nach dem Ende ihrer Tätigkeit bei der Lugner City im November 2024 hat sie eine eigene Medienkarriere aufgebaut. Sie moderiert ein Radio-Business-Talkformat, führte 2025 Live-Interviews beim Opernball für Puls4, tanzte im Finale von „Dancing Stars“ beim ORF und ist in einer eigenen mehrteiligen TV-Doku zu sehen. Zudem vermarktet sie eigene Honigprodukte.
Hat Simone Lugner Anspruch auf die Lugner-Villa?
Das ist Gegenstand eines laufenden Rechtsstreits. Simone Lugner beruft sich auf ein handschriftliches Testament sowie ihren Ehevertrag, der ihr ein lebenslanges Wohnrecht in der Villa in Wien-Döbling zusichern soll. Die Lugner Privatstiftung bestreitet diesen Anspruch. Das Verfahren läuft noch.
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