Montag, Juli 20

Stephan Hensel: Vom NDR-Mikro zur Kamera

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Stephan Hensel ist ein Hamburger Radio- und Fernsehmoderator, der über 14 Jahre lang die Morgensendung von NDR 90,3 mitgeprägt hat und sich nach seinem Ausstieg beim Sender 2022 vollständig der Fotografie zugewandt hat. Geboren am 25. Juni 1965 in der Hansestadt, führte sein Weg über Radiosender in Frankfurt und Berlin zurück in seine Heimatstadt, wo er als Stimme des „Morgen“ bekannt wurde. Heute betreibt der über 60-Jährige ein eigenes Fotostudio am Harburger Binnenhafen und hat sich auf Automobil- und Porträtfotografie spezialisiert.

Werdegang: Wie Stephan Hensel vom Radiotechniker zum NDR-Moderator wurde

Sein beruflicher Ausgangspunkt liegt nicht am Mikrofon, sondern in der Technik. Nach dem Abitur am Albrecht-Thaer-Gymnasium 1985 absolvierte der Hanseat eine Lehre als Radio- und Fernsehtechniker – ein Handwerk, das ihm später beim Aufbau ganzer Sendestrukturen zugutekam.

1989 gehörte er zum Aufbauteam des privaten hessischen Senders Radio FFH in Frankfurt am Main. Kurz darauf zog es ihn nach Berlin, wo er zunächst als Verkehrsreporter unterwegs war, bevor er zum Technischen Leiter von 104.6 RTL aufstieg. Diese Doppelrolle aus technischem Verständnis und Mikrofonerfahrung sollte seine spätere Karriere entscheidend prägen.

Ab 2004 verschob sich sein Schwerpunkt endgültig Richtung Wort und Stimme: Beim Berliner Rundfunk 91,4 durchlief er ein Nachrichtenvolontariat, ehe er 2008 als freier Mitarbeiter zum NDR zurückkehrte – dorthin, wo alles begonnen hatte.

Karrierestationen im Überblick

ZeitraumStationRolle
1989Radio FFH, FrankfurtSendeaufbau
Ende 1980er/1990er104.6 RTL, BerlinVerkehrsreporter, später Technischer Leiter
Ab 2004Berliner Rundfunk 91,4Nachrichtenredakteur/-sprecher
2008–2022NDR 90,3, HamburgModerator „Der Morgen“
Seit 2013Traumwagenbilder.deAutomobilfotograf
LaufendEigenes Studio, Harburger BinnenhafenBusiness- und Porträtfotograf

Die Jahre bei NDR 90,3: Hamburgs vertraute Morgenstimme

Bei NDR 90,3 übernahm er meist im wöchentlichen Wechsel mit Ulf Ansorge die Sendung „Der Morgen“ – jenes Format, das vielen Norddeutschen den Start in den Tag begleitete. Parallel dazu wirkte er in Fernsehbeiträgen des Hamburg Journals mit und übernahm Moderationsaufgaben bei stadtbekannten Veranstaltungen: dem Hamburger Hafengeburtstag, den Hamburg Cruise Days, dem Motorradgottesdienst und dem Tag der offenen Tür im Rathaus.

Diese Bühnenpräsenz machte aus einem Radiogesicht ohne Bild eine öffentliche Figur, die auf Hamburgs großen Events präsent war – ein Bekanntheitsgrad, der weit über die Stadtgrenze in die Metropolregion hinausreichte.

Der Wechsel zur Kamera: Businessfotograf und Automobilfotograf in Harburg

Parallel zum Mikrofon lief eine zweite Leidenschaft, die schließlich zur zweiten Karriere wurde. Die Entscheidung, professionell zu fotografieren, fiel bereits 1989 – kurz bevor das Radio als Haupteinkommen dazwischenkam. Erst über Jahre nebenbei betrieben, wuchs das Hobby zunehmend über die Kapazitäten des heimischen Arbeitszimmers hinaus.

Nach mehreren Lehrgängen und dem Schritt in die Selbstständigkeit folgte ein eigenes, extern angemietetes Studio, bis schließlich ein zweites, komplett nach eigenen Vorstellungen gestaltetes Studio direkt am Harburger Binnenhafen entstand. Unter der Marke Traumwagenbilder.de widmet er sich seit 2013 der Automobilfotografie, während er unter seinem eigenen Namen als Businessfotograf auftritt.

Sein fotografischer Ansatz weicht bewusst von klassischen B2B- oder B2C-Kategorien ab. Er selbst bezeichnet sein Konzept als „P to P – Personal to Personal“: ein Zugang, der besonders bei Porträtaufnahmen, hochwertigen Interieurs, Kunstsammlungen und eben Oldtimern auf Vertrauen zwischen Fotograf und Kundschaft setzt.

Fotografische Schwerpunkte

Automobilfotografie – Studio- und On-Location-Shootings von Oldtimern und Fahrzeugen

Business-Porträts – für einen anspruchsvollen, diskretionsbewussten Kundenkreis

Interieur- und Kunstfotografie – Einrichtungen, Sammlungen, Gemälde

Das Projekt „Helden2020″: Fotografie mit Haltung

Während des ersten Corona-Lockdowns entstand ein Projekt, das über die reine Auftragsfotografie hinausging: „Helden2020″. Die Idee kam ihm mitten in der Ausnahmesituation jener Wochen – er porträtierte Menschen aus seinem Umfeld, die im Alltag über sich hinauswuchsen, von Pflegekräften bis zu Nachbarschaftshelfern. Regionale Medien wie das Kreiszeitung Wochenblatt griffen das Projekt auf und würdigten damit sowohl den Fotografen als auch die Porträtierten.

Zwischen zwei Welten: Mikrofon und Kamera

Was seinen Werdegang besonders macht, ist die Kontinuität zweier paralleler Laufbahnen. Wo andere sich früh für ein Medium entscheiden, hielt er Radio und Fotografie über Jahrzehnte gleichzeitig am Laufen – bis die Kamera nach dem NDR-Ausstieg 2022 endgültig zum Hauptberuf wurde. Sein XING-Profil listet zusätzlich frühere Stationen als Programmdesigner bei radioBERLIN 88,8 und als Nachrichtensprecher für Sender wie Antenne Bayern, Radio ffn und R.SH – ein Lebenslauf, der die gesamte Bandbreite des deutschen Privatradios der 1990er- und 2000er-Jahre widerspiegelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie alt ist Stephan Hensel und wo wurde er geboren?

Stephan Hensel wurde am 25. Juni 1965 in Hamburg geboren und ist damit 61 Jahre alt.

Bei welchem Sender war Stephan Hensel als Moderator bekannt?

Er moderierte von 2008 bis 2022 bei NDR 90,3 die Sendung „Der Morgen“, meist im wöchentlichen Wechsel mit Ulf Ansorge.

Was macht Stephan Hensel heute beruflich?

Er arbeitet als selbstständiger Fotograf mit eigenem Studio am Harburger Binnenhafen und hat sich auf Automobilfotografie unter der Marke Traumwagenbilder.de sowie auf Business- und Porträtfotografie spezialisiert.

Welche bekannten Hamburger Veranstaltungen hat Stephan Hensel moderiert?

Zu seinen Moderationen zählten unter anderem der Hamburger Hafengeburtstag, die Hamburg Cruise Days, der Motorradgottesdienst sowie der Tag der offenen Tür im Hamburger Rathaus.

Mehr lesen: Christina Block